La Haye le 18 Septembre 1804

Monsieur le Baron!

J'ai cru devoir attendre une occasion favorable, pour oser me rappeler à Votre précieux souvenir et Vous supplier Monsieur le Baron de daigner m'accorder Votre bienveillance. Que je me félicite d'avoir trouvé cette occasion à mon retour d'Aix-la-Chapelle, dans l'ordre que Votre Excellence m'a fait parvenir de Lui rendre compte de mon petit voyage. Cette faveur m'a remplie de la plus grande satisfaction, et de la plus respectueuse reconnaissance. Que Votre Excellence daignez en agréer l'expression et qu'Elle veuille jeter avec indulgence un coup d'œil sur l'insignifiant rapport que je mets à Ses pieds. Bien des considérations, et surtout l’ancien précepte, ne sutor ultra crepidam, m'ont engagés à en exclure ce qui aurait pu lui valoir un autre titre que celui d'un simple rapport de cour. Je sens vivement toute sa nullité, mais j'ose m’ouvrir l'espoir que Votre Excellence voudra y reconnaître le zèle qui m'anime de mériter Ses bonnes grâces. J’ai l'honneur d'être avec les sentiments du respect le plus illimité

Monsieur le Baron de Votre Excellence le très humble et très obéissant serviteur Lehndorff

Herr Baron!

Ich habe geglaubt, auf eine günstige Gelegenheit warten zu müssen, um es zu wagen, mich wieder in Ihre kostbare Erinnerung zu bringen und Sie inständig zu bitten, Herr Baron, zu geruhen, mir Ihr Wohlwollen zu gewähren. Wie bin ich glücklich, diese Gelegenheit bei meiner Rückkehr von Aachen gefunden zu haben, indem Eure Exzellenz mir die Aufforderung hat zukommen lassen, Ihnen über meine kleine Reise zu berichten. Diese Gunst hat mich mit der größten Zufriedenheit und respektvollsten Erkenntlichkeit erfüllt. Mögen Eure Exzellenz geruhen, diesen Ausdruck günstig aufzunehmen und einen nachsichtigen Blick auf den unbedeutenden Bericht werfen, den ich Ihnen zu Füßen lege. Sehr viele Erwägungen und besonders der alte Grundsatz  Schuster bleib bei deinem Leisten
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ne sutor ultra crepidam
haben mich dazu veranlasst, das auszuschließen, was ihm einen anderen Titel als den eines einfachen Hofberichts hätte einbringen können. Zutiefst empfinde ich seine Nichtigkeit, aber ich wage es, mir die Hoffnung zu machen, dass Eure Exzellenz darin den Eifer erkennen mögen, der mich antreibt, Eure Gunst zu verdienen. Ich habe die Ehre, mit meinen uneingeschränkten respektvollsten Gefühlen zu sein,

Herr Baron, der sehr untertänige und sehr gehorsame Diener  Übersetzung: Dorothea Wagner, BBAW
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Lehndorff

Zitierhinweis

Heinrich August Emil Graf von Lehndorff an Johann Wilhelm Lombard. Den Haag, 18. September 1804. In: Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20. Jahrhundert. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2019. URL: https://lebenswelten-lehndorff.bbaw.de/dokumente/detail.xql?id=lehndorff_fvs_nsz_xz