Korklack, den 24. Mai 1832

Schon bei meiner Anwesenheit in Berlin hörte ich mit freudiger Teilnahme, dass Sie, mein verehrter Freund, um Ihren Abschied geschrieben hätten, und in Königsberg, dass Ihr Wunsch erfüllt sei. Also meinen Glückwunsch zur gewonnenen Unabhängigkeit, die das schönste Gut auf Erden ist. Mich bangt recht danach, Sie wiederzusehen, nachdem ich schon so lange diese Freude entbehrt habe. Der eigentliche Zweck dieses Schreibens ist anzufragen, ob Sie ein gutes Reitpferd für meinen Sohn Karl im 3. Kürassier-Regiment zum Verkauf besitzen. Wenn ja, so machen Sie mir doch eine kleine Beschreibung davon und fordern Sie einen billigen und letzten Preis.

Ich reise heut nach Königsberg, um dort meine Wohnung für Natzmer zu räumen, und werde dort wohl bis Anfang kommenden Monats bleiben, dann aber hierher zurückkehren. Je nachdem nun also dieses Schreiben Ihnen zu Händen kommt, danach bitte ich die Nachricht wegen des Pferdes entweder nach Königsberg oder hierher zu adressieren. Jedenfalls aber möchte ich doch bald Sie wiedersehen und daher bitte ich, kommen Sie bald, und zwar mit der liebenswerten Gattin hierher oder ich kommen zu Ihnen.

treu der Ihrige Klinckowström