Regest: Er könne ihm sowohl Kriegs- als auch Friedensnachrichten mitteilen. - Die Prinzen, „namentlich Prinz Wilhelm, S. K. H., halten unglaublich unbedachtsame Reden - selbst auf der Parade!!“. In Koblenz soll der kommandierende General bei der Revue einen englischen General „nach seiner gewöhnlich stolzen Manier“ behandelt haben, worauf dieser ihm entgegnete: „Er habe gehört, die preußische Armee bestehe aus jungen Soldaten, die noch ganz kürzlich Bauern gewesen. Dies habe er durchaus nicht gefunden - aber der einzige Bauer sei der kommandierende General.“ - Weitere Militaria. - Ein bairischer Offizier habe zu einem „unserer Offiziere gesagt: Unser König kann durchaus nicht auf uns rechnen – wir haben seit der Revolution zu viel verloren.“ - Die Gräfin Hatzfeld werde den Winter in Trachenberg verbringen, „weil sie soviel im Papierhandel verloren“ hat. Ihrem Sohn könne man ein „Patent als Hundsfott ausfertigen lassen, da er sich so hundsmiserabel gegen Graf Goltz benommen“ habe.

Zitierhinweis

Ludwig Ernst Heinrich Graf von Kalckreuth an Karl Friedrich Ludwig Graf von Lehndorff. Berlin, 1. Oktober 1830. In: Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20. Jahrhundert. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2019. URL: lebenswelten-lehndorff.bbaw.de/redirect.xql?id=lehndorff_mjz_41f_4y