Editorische Auslassung [...] Je Vous envie un peu Votre situation; ce voyage avec ma divine et angélique Reine, mon bon Roi, c'est comme si je pensais à une famille chérie, quand le souvenir de leur bonté se représente à ma mémoire. Je voudrais pouvoir leur dire, comme je me réjouis de les revoir, ainsi que plusieurs bien bons mortels, qui les accompagnent Pour ce qui regarde mon existence et mes relations actuelles, je n'ai aucune raison de m'en plaindre et d'en être mécontent. Je me suis attendu à très peu de choses et j'ai trouvé plus que je n'osais espérer. J'ai beaucoup à faire et, en partie, des occupations désagréables, mais cela ne durera pas toujours et puis, c'est mon devoir et mon métier. Mon chef a pour moi des bontés, qui me touchent, et comme il n'a pas débuté par là et qu'il ne me les accorde que depuis quelque temps, j'ai la vanité de croire, que je puis les attribuer à moi-même. Je serais ingrat de me plaindre de qui que ce soit; je suis fort bien dans le régiment avec mes supérieurs et inférieurs. Madame de Rouquette est d'une bonté recherchée envers moi. Enfin je suis assez bien dans ma petite sphère et serais ingrat de prétendre davantage. Tout ce que je crains, c'est, que les distinctions du colonel Rouquette, quelquefois un peu indélicatement prodiguées, ou ne dureront pas, ou me feront des ennemis parmi les autres. Au reste Vous voyez et jugez parfaitement sûres les relations, qui existent dans le régiment et qui ne promettent pas un avenir fort agréable. Je suis bien résolu pour mon individu de ne me mêler et j'espère n'avoir rien à me reprocher   Editorische Auslassung [...]

  Editorische Auslassung [...] Ich beneide Sie ein wenig um Ihre Situation; diese Reise mit meiner göttlichen und engelhaften Königin, meinem guten König, ist, als dächte ich an eine geliebte Familie, wenn die Erinnerung an ihre Güte sich mir im Gedächtnis vergegenwärtigt. Ich würde ihr gerne sagen, wie ich mich freue, sie wiederzusehen, ebenso wie mehreren recht guten Sterblichen, die sie begleiten. Was meine derzeitige Existenz und Verhältnisse betrifft, habe ich überhaupt keinen Grund, mich zu beschweren und darüber unzufrieden zu sein. Ich habe sehr wenig erwartet, und ich habe mehr gefunden, als ich zu hoffen wagte. Ich habe viel zu tun und teilweise unangenehme Beschäftigungen, aber das wird nicht ewig dauern, und außerdem ist es meine Aufgabe und mein Beruf. Mein Chef ist voller Güte gegen mich, die mich berührt, und weil er anfangs nicht so war und sie mir erst seit einiger Zeit erweist, bin ich so eitel zu glauben, dass ich sie mir selbst zuschreiben kann. Ich wäre undankbar, mich über wen auch immer zu beschweren; ich fühle mich sehr wohl im Regiment mit meinen Vorgesetzten und Untergebenen. Frau von Rouquette ist mir gegenüber von einer seltenen Güte. Kurz gesagt, es geht mir in meinem kleinen Wirkungsfeld recht gut, und ich wäre undankbar, mehr zu wollen. Alles, was ich fürchte, ist, dass die Auszeichnungen von Oberst Rouquette, mit denen er mich manchmal ein wenig rücksichtslos überschüttet, entweder nicht andauern oder mir bei den anderen Feinde machen. Im übrigen sehen und beurteilen Sie die Beziehungen im Regiment, die keine sehr angenehme Zukunft versprechen, genau richtig. Ich bin fest entschlossen, mich selbst nicht einzumischen, und ich hoffe, dass ich mir nichts vorzuwerfen  Übersetzung: Dorothea Wagner, BBAW.
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Zitierhinweis

Carl Friedrich Ludwig Graf von Lehndorff an seinen Vater Ernst Ahasverus Heinrich. 1. Juni 1802. In: Lebenswelten, Erfahrungsräume und politische Horizonte der ostpreußischen Adelsfamilie Lehndorff vom 18. bis in das 20. Jahrhundert. Bearbeitet von Gaby Huch. Herausgegeben an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Berlin 2019. URL: lebenswelten-lehndorff.bbaw.de/redirect.xql?id=lehndorff_rv3_2mk_kcb