Nach der Verabschiedung an den Höfen beginnt Lehndorff am 3. August die Rückreise nach Preußen, unterbrochen von zahlreichen Besuchen. Am 22. August trifft die Familie in Steinort ein, „wo meine Leute mich so herzlich begrüßen, dass ich mich für meine Reisestrapazen fast völlig entschädigt fühle“. In den kommenden Tagen macht er einen „Höflichkeitsbesuch“ bei den Eulenburgs in Prassen, wo er die Keyserlingks und die Dönhoffs aus Dönhoffstädt vorfindet.

Nun rüste ich mich zu einer Reise nach Königsberg, wohin mich Geschäfte rufen. In Gerdauen diniere ich mit dem Präsidenten aus Marienwerder, dem Grafen Finckenstein, einem Manne von Verdienst. In Königsberg sieht er seine Nichte Schlieben und alle Bekannten wieder. Das Keyserlingksche Haus ist meine einzige Zuflucht, da die Stadt infolge des Abmarschs der Garnison ganz verödet ist. Eine Menge unangenehme Geschäfte habe ich zu erledigen, die einerseits durch einen Kauf von Tafelgeschirr, andererseits durch die schlechte Verwaltung meines Gutes Landkeim verursacht sind. Allerlei Widerwärtigkeiten verzögern meine Heimkehr, und aus zehn Tagen, in denen ich fertig zu werden hoffte, werden vier Wochen. So vergeht der ganze September bei abscheulichem Wetter.

Anfang Oktober fahre ich nach Hause und habe die Freude, meine ganze Familie bei bester Gesundheit anzutreffen. Die Zahl meiner Hausgenossen hat sich durch alle möglichen Schliebens derart vergrößert, dass ich täglich mit vierzehn Personen bei Tisch sitze. Ich finde sehr interessante Briefe vor, besonders einen vom Prinzen Heinrich, der mir seine große Freundschaft beweist. Dieser edle Prinz vergisst mich trotz seiner Geschäfte nicht und schreibt mir so ausführlich und dabei so gütig, dass ich davon aufs tiefste gerührt bin.

Ich würde mich ganz vorzüglich auf dem Lande gefallen, wenn sich nicht so viel Unannehmlichkeiten in der Wirtschaft fänden. Das beweist wieder einmal, dass es keine Lebenslage gibt, die uns vollkommen zufrieden stellen könnte. Außerdem lassen sich zahlreiche Leiden voraussehen, die der Krieg mit sich bringen wird. Menschen- und Geldmangel sind schon jetzt zu spüren.

Der König hat sich nach Schlesien zurückgezogen und Prinz Heinrich nach Sachsen. Damit ist der Feldzug für dies Jahr beendigt.