Eltern: Manfred Graf von Lehndorff, Harriet Gräfin von Einsiedel; Heirat: Graditz bei Torgau an der Elbe 24.2.1937 Gottliebe Gräfin von Kalnein; Kinder: Marie Eleonore, Vera, Gabriele Pauline Agnes, Katharina; L. studierte in Frankfurt a. Main Volks- und Betriebswirtschaft und leitete seit 1936 die Familiengüter. Eintritt in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Nr. 5286568). Er nahm am zweiten Weltkrieg zuletzt als Leutnant im Stab des Generalfeldmarschalls Fedor von Bock teil und war Augenzeuge des Massakers an der jüdischen Bevölkerung durch die Sicherheitspolizei. L. wurde Mitglied der Verschwörergruppe um Claus Graf Schenck von Stauffenberg und als Verbindungsoffizier für den Wehrkreis I (Königsberg) eingesetzt. Am Tag nach dem Attentat vom 20. Juni 1944 verhaftet, wurde L. am 3.9.1944 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und am folgenden Tag hingerichtet. Vgl.. Deutsche Biografische Enzyklopädie, 2. überarb. und erw. Aufl., hrsg. von Rudolf Vierhaus, Bd. 6, München 2006, S. 322; Vollmer, Antje: Doppelleben. Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop, Frankfurt a. M. 2010.

Erwähnungen in Erläuterungen

Datum Verfasser/Empfänger Ort
02.08.1941 Von Hellmut Stieff
An Ili Cäcilie Stieff
Wolfsschanze
28.07.1946 Von Gottliebe Marianne Alexandrine Nancy Gräfin von Lehndorff
An Ricarda Huch

Dokumente

Datum Titel
nach 01.04.1929– vor 30.05.1929 Lebenslauf. ca. 1929

Erwähnungen in Dokumenten

Datum Titel
01.02.1813– 28.02.1813 Biographische Mitteilungen über die Deputierten des ostpreußischen Landtages. Februar 1813
nach 01.04.1929– vor 01.05.1929 Zeugnis der Klosterschule Rossleben. Frühjahr 1929
nach 01.04.1929– vor 30.05.1929 Lebenslauf. ca. 1929
08.11.1933 Testamentseröffnung des Landstallmeisters a. D. Meinhard Graf von Lehndorff. Potsdam, 8. November 1933
01.01.1936– 31.12.1936 Erinnerungen. vor 1936
22.10.1942 Manfred Graf von Lehndorff an die Ortspolizeibehörde Preyl. Wargen, 22. Oktober 1942
01.05.1944– 31.07.1944 Tagebuch. Mai bis Juli 1944
nach 01.08.1944– vor 30.08.1944 Bericht. August 1944
09.08.1944 Fahndungsaufruf. Eberswalde, 9. August 1944
18.08.1944 Kaltenbrunner-Bericht. Berlin, 18. August 1944
03.02.1947 Niederschrift. 3. Februar 1947
22.04.1948 Eidesstattliche Erklärung. Röttgen, 22. April 1948
21.07.2009 Zeitungsbericht. Chemnitz, 21. Juli 2009